Donnerstag, 31. Januar 2013

The Next Big Thing Blog Hop - Autorenbloghüpferei

Meine liebe "Patin" Nicole Makarewicz hat mich für The Next Big Thing Blog Hop nominiert! Das ist eine Möglichkeit für Autoren und Autorinnen in der ganzen Welt zu berichten, an welchem Projekt sie gerade arbeiten. Sie beantworten 10 Fragen zu ihrem nächsten Buch. Zusätzlich erwähnen sie die Person, die sie vorgeschlagen hat, und nennen selbst Autoren/Autorinnen, die als nächste die Fragen beantworten. Nicoles Antworten klingen extrem spannend, ich verfolge ja schon seit der ersten Idee die Entstehung ihres Thrillers um eine Wiener Journalistin, die sich in ein Pädophilenforum einschleust. Ein sehr extremes Thema und mit Nicoles Erfahrung als Journalistin auf jeden Fall eines, bei dem man mit Überraschungen und heftigen Einblicken rechnen darf!
Und jetzt zu mir. :-)

Hier die 10 Fragen und meine Antworten:

Was ist der Arbeitstitel Ihres Buchs?
MOHNSCHNECKE.

Woher kam die Idee für das Buch?
Die Idee ist es, dass wir eine Heldin haben (Dotti Wilcek aus NASCHMARKT), die vor dem Problem steht, dass sie ein Happy End hatte und gar keines wollte. Wie geht es also weiter, wenn man nicht so richtig happy ist? Ich verspreche jedenfalls, dass schon der erste Satz des Romans die LeserInnen von NASCHMARKT extrem schockieren wird. Und solche Geschichten mag ich. :-)

Unter welches Genre fällt Ihr Buch?
Frauenroman/Chick Lit, wobei Dotti weit davon entfernt ist, ein Chick zu sein. Außer Chicks haben SUBs, Nerdfreunde und ein großes Problem mit der Liebe an sich.

Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung Ihres Buches?

Für alles im Leben gibt es das richtige Rezept, auch für Herzensangelegenheiten.

Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?
Also ich bin ja ein riesiger Fan von SIX FEET UNDER und Claire Fisher. Lauren Ambrose hätte Dottis Alter und wäre für mich total perfekt für die Rolle. Dotti muss zart und hart zugleich sein, das ist sehr schwer zu besetzen. Lauren hat dieses gewisse Etwas, das Dotti brauchen würde. Sie ist schön, aber nicht auf eine Barbie-Art, sondern mit Ecken und Kanten. Und etwas Nerdiges. Aber Autoren sind meist schlechte Scouts, unsere Figuren sind uns einfach zu nah.


Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?
Es wird von meinem tollen Agenten Joachim Jessen von der Agentur Thomas Schlück vertreten und wird um Herbst 2013 bei Knaur erscheinen.

Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskripts zu schreiben?
Diesmal hat es länger gedauert als gewöhnlich. Es ist eine besondere Geschichte mit besonderen Figuren, die sich manchmal ein wenig gewehrt haben, von meinem Kopf aufs Papier zu springen. Ein halbes Jahr etwa.

Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?
Auf jeden Fall die Mütter-Mafia-Romane von Kerstin Gier, die mich sicher ein Stück weit geprägt und dazu geführt haben, dass ich das Genre doch gerne mag. Und wenn man Big Bang Theory, Keinohrhasen, Er steht einfach nicht auf dich und Bridget Jones irgendwie vermischt, kommt vermutlich auch Dotti raus. ;-)

Was sonst über Ihr Buch könnte das Interesse des Lesers wecken?
In Mohnschnecke wird ein ganz besonderes Buch mit Rezepten eine Hauptrolle spielen. Wer auch immer diese Rezepte verfasst hat (und ich verrate es natürlich hier nicht!), ist eine meiner liebsten Figuren, die ich je ins Leben geschrieben habe. Noch stärker als in NASCHMARKT geht es um Dottis inneren Konflikt und die Frage danach, was ein Happy End eigentlich ist. 

Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?
Ich nominiere Jutta Wilke und Nancy Salchow, weil mich interessiert, an was zwei Autoren, deren Wege so unterschiedlich sind, gerade arbeiten. Nancy kenne ich durch den Autorenstammtisch in Rostock und bewundere, wie toll sie alles selbst auf die Beine stellt, EBooks, Covers, Fotos, Werbung, sie ist mein Guru der Moderne! Jutta wiederum ist eine Frau, die sich in vielen Bereichen durchgebissen hat und vom klassischen Weg kommt, es da nicht leicht hatte und gleichzeitig so ein offenes Ohr für ihre Kollegen hat. Also, Jutta, Nancy, ich bin gespannt!

PERSÖNLICHES: Ich wurde 1978 in Wien geboren. Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich zu etwa gleichen Teilen in Mittelerde, Phantasien, Märchenmond und Derry, Maine. Ja, ich habe Stephen King geliebt, schon als Vierzehnjährige. Nach dem Schulabschluss packte mich die Theatersucht und ich arbeitete als Regisseurin, Regieassistentin und Inspizientin in Wien, Tokio und Tel Aviv. Eine sehr lehrreiche, verrückte, spannende Zeit. Unter meinem Realnamen Claudia Toman habe ich 2009-2011 drei Romane im Diana Verlag veröffentlicht. JAGDZEIT halte ich immer noch für das Beste, das ich je geschrieben habe. 2012 erschien mein erster Anna-Koschka-Roman NASCHMARKT bei Droemer-Knaur. Derzeit lebe ich als Untermieterin einer eigenwilligen Katzendame in Wien, liebe fern ins norddeutsche Rostock und arbeitet an meinem zweiten Roman MOHNSCHNECKE. 

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Koschka von Innen 2 - Special Liebe

Die neue Serie zum Buch "Innenfutter" von Minou Mai, wo man sich die großen Fragen des Lebens stellen kann. Einmal in der Woche möchte ich ein paar Fragen aussuchen und sie hier im Blog beantworten. Knallehrlich. Zur Einsicht vielleicht. Oder zum Kennenlernen. Womöglich ermuntern die Themen euch auch, euch selbst Gedanken zu machen. Heute gibt es ein "Special". Das Thema: Die Liebe. :-)

1. Wie gehst du mit Komplimenten um?
Ich bin eine Frau, und wir Frauen lieben Komplimente. Wer möchte nicht gern hören, dass etwas an ihm wundervoll ist. Gerade weil man zur Selbstkritik neigt. Es gibt ein paar Komplimente, die mir gemacht wurden, die sind komplett mit Tonfall und Bild dazu in einem Schrank in meinem Kopf abgelegt. Wann immer es mir schlecht geht, krame ich sie heraus und spiele sie ab wie Youtube-Videos. Das ist gut für die Seele.

2. In welchen Situationen flirtest du?
Flir-WAS? Kenn ich nicht. Nie gehört, das Wort. Nein, wirklich, ich flirte nie, ich weiß gar nicht, wie das geht. Männer, mit denen ich gern flirten würde, berichten mir meist später irgendwann, dass man mir nichts angemerkt hat. Und so ein präventives Flirten hab ich nicht drauf. Es gibt ja Frauen, die flirten praktisch mit jeder Geste und jedem Mann, egal ob sie grad vergeben sind oder nicht. Ich hab nicht mal als Single geflirtet. Und in den Momenten, wo ich einen Mann wirklich erobern wollte, habe ich meist erfolglos Flirtratgeber konsultiert. Hey, aber immerhin weiß ich noch, dass man den Blickkontakt immer in die Sprechpausen rein halten soll. Verdammt, gibt es echt wen, der das kann???

3. Ist es für dich einfacher, dich zu verlieben oder zu entlieben?
Weiß ich nicht. Aktiv entliebt habe ich mich noch nie, das ist immer von allein passiert. Insofern gehe ich davon aus, dass das einfacher ist. Verliebt (also etwas mehr als verguckt) habe ich mich bisher siebeneinhalb Mal, was für Mitte 30 nicht viel ist. Und das war jedes Mal harte Arbeit, ich schwör's!

4. Für welche deiner Eigenschaften möchtest du geliebt werden?
Ganz ehrlich? So unter uns öffentlicher Internetgemeinde? Ich würde mir echt mal wünschen, dass sich jemand wegen meiner schlechten Eigenschaften in mich verliebt. Damit ich ungestört für den Rest meines Lebens böse sein darf. Toll wäre zum Beispiel, wenn mal wer sagen würde: "Wow, du bist so umwerfend fies, lass mich mit dir über dumme Menschen lästern, Kinder verunglimpfen, Rachepläne gegen böse Ex-Chefs schmieden und einmal im Jahr auf Kurzurlaub zum Blocksberg fliegen." Oh ja, ich schwöre, ich wäre ewig sein...

5. Hast du dich schon einmal Hals über Kopf verliebt und nach kurzer Zeit festgestellt, dass es sich um ein Versehen gehandelt hat?
Ja, in gewisser Weise schon oft. Aber einmal so richtig. Ich weiß nicht, was mir da eingefallen ist. Er war so weit oberhalb meiner Liga, obwohl ich mich verhältnismäßig schlank gehungert und intelligent gelesen hab. Das war bestimmt das irrste halbe Jahr meines Lebens. Aber das mit dem Versehen, das hab ich erst kapiert, als er mir tief in die Augen geschaut hat und ein wenig peinlich berührt verkündet hat, dass ich da wohl etwas missverstanden hätte, aber wollen wir nicht noch ein Glas Wein trinken...

6. Welches war dein schlimmster Liebeskummer: wegen eines Menschen, mit dem du eine Beziehung hattest oder wegen jemandem, den du nicht gekriegt hast?

Letzteres. Nachzulesen in "Hexendreimaldrei". Meine Güte, war das tragisch.

7. Was ist das Romantischste, das man jemals für dich getan hat?
Abgesehen vom klassischen Teelichteranzünden, Schönessengehen, Kaminfeuereinheizen mit dem Ziel anschließender sexueller Befriedigung der männlichen Eitelkeit? Nichts. Gar nichts.* Ganz im Ernst. Zumindest nichts, das ich unter Romantik verstehe wie was Verrücktes tun, spontan irre Ideen haben, mich völlig überrumpeln, über sich hinauswachsen.
*Männer wissen nicht, was Romantik ist. Ich glaube, sie halten es für was aus Nylon mit Spitzen dran.

8. Was ist das Romantischste, das du jemals für jemand anderen getan hast?
Bemerkthabend? Ich vermute doch, es war die Widmung in meinem ersten Roman. Zumindest rief die ein "das hat noch nie jemand für mich getan" hervor. Wobei sich das relativiert, wenn man bedenkt, dass der entsprechende Mann ja sonst auch mit keinen Autoren befreundet ist.
Nichtbemerkthabend?* Fünf Dinge. Die Erfindung Adrian Alts. Eine Straßenbahnfahrt in die völlig falsche Richtung. Das mehrfache aufs Spiel setzen und anschließende Verlieren des liebsten Nebenjobs der Welt. Eine Fahrt mit dem Auto, bei Schneegestöber, mit kaputten Scheibenwischern mitten in der Nacht. Das Ende von Hexendreimaldrei so schreiben, wie ich es geschrieben habe.
*Männer bemerken es meist nicht, wenn man die wirklich romantischen Dinge für sie tut. Was wiederum eben diese Dienge so furchtbar romantisch macht.

9. Jede/r hat ein Beuteschema, auch du! Welches ist deines?
Also irgendwie eine Kombi daraus. ;-) Man beachte das gleichbleibende Accessoire. *gg*


10. Ist es schöner zu lieben oder geliebt zu werden?
Ich persönlich bin ein Sehnsuchtsjunkie. Ein Ausderferneanhimmler, eine tragische Eponine, die ihren Marius bis in den Tod liebt und nie kriegt. Ich schließe daraus, dass das Lieben selbst mein größerer Antrieb ist. So oft wie ich unerfüllt geliebt habe im Gegensatz zu erfüllt die logische Antwort. Aber wenn mal wer wie Mister Darcy vor Bridget vor mir steht und sagt "I love you. Just as you are."* Dann wär das schon was.
*Für Männer: Romantik!

Ältere Posts